Warum denn dieser Absturz?

Im einstigen Musterländle Baden-Württemberg droht der Bildungsabsturz. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) vergleicht Schüler der neunten Klassen im neuesten Deutsch/Englisch-Test von 2015 mit den Ergebnissen von 2008/2009. Dabei bleibt Bayern bei den Bildungserfolgen an der Spitze, Schleswig-Holstein ist neben Sachsen Aufsteiger und Baden-Württemberg rauscht ab ins Mittelfeld. Bremen und Berlin sind die bewährten Schlusslichter. In Baden-Württemberg zeigt sich der Negativ-Trend im Fach Deutsch,  sowohl im Bereich Lesen als auch im Bereich Zuhören. Der Anteil der Jugendlichen, die den Regelstandard erreichen, ist signifikant zurückgegangen. „Für Baden-Württemberg sieht es düster aus“, titelt die Stuttgarter Zeitung am 28.10.2016. Mangelnde Lehrerstellen oder die Grundschulempfehlungen werden als übliche Verdächtige ins Spiel gebracht und die Parteien bringen sich in Stellung. Eine saubere wissenschaftlich fundierte Analyse fehlt jedoch in der ideologisch gefärbten Diskussion. Und so ganz von allein und ohne Vorboten löst sich wohl keine Lawine aus.

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