Die Kindersterblichkeit senken

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren wurde laut „Zukunftscharta“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zwischen 1990 und 2012 weltweit beinahe halbiert: von 90 Sterbefällen je 1.000 Lebendgeburten auf 48 Sterbefälle. Wenn trotzdem an jedem Tag schätzungsweise 18.000 Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten sterben, bleibt die Frage: Wie kann diese erschreckende Zahl weiter gesenkt werden?
 
Bei weitem am höchsten ist die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren in den Ländern südlich der Sahara. Besonders grossen Einfluss haben die Neugeborenen-Mortalität und die sinkende Zahl von Impfungen (besonders die Masern-Impfung). Beide Faktoren stehen in engem Zusammenhang mit den politischen und ökonomischen Bedingungen in diesen Ländern. Würde das nicht bedeuten, die Entwicklungshilfe-Politik grundlegend zu ändern. Geldzusagen der Bundesregierung, wie gegenüber Mali und Niger geplant, damit diese Länder „Armutsflüchtlinge“ zurückzunehmen, werden sicher die falschen Menschen bereichern.

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