Wie kommt der Russ ins Baby?

Feinstaub

Feinstaub und Rußpartikel aus der Luftverschmutzung können das Risiko für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden und Krebs erhöhen. Dass sie bereits  über den Kreislauf der Mutter und die Placenta bis zum ungeborenen Kind gelangen können, belegen Forschungsergebnisse aus Belgien (Hannelore Bové und Mitarb. in Nature Communications, zit. in wissenschaft.de). Möglicherweise ist das die Ursache für Beeinträchtigungen der ungeborenen Kinder im Mutterleib. Jedenfalls werden sie oft zu früh oder mit einem geringen Geburtsgewicht geboren und leiden später häufiger an Atemwegsproblemen.

Je stärker die Luftverschmutzung am Wohnort der Mutter war, desto höher war dabei die Menge der Kohlenstoffteilchen in der Plazenta. So zeigte der Vergleich von jeweils zehn Proben aus sehr stark und sehr gering mit Ruß belasteten Gebieten eine hohe Korrelation mit der Anreicherung von Luftschadstoffen in den Plazenten. „Sie legen eine direkte Belastung des Kindes mit diesen Partikeln in der empfindlichsten Phase seines Lebens nahe“, konstatiert Bovés Team.

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