Verbindliche Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung

Im Handelsblatt steht: „FDP fordert bundesweit einheitliche Kita-Standards“ und wirft deren Fehlen der Bundesfamilienministerin Giffey vor. Jedoch: Das Bildungssystem ist föderal und wird, auch in grauen Vorzeiten, in denen in denen die FDP Regierungsverantwortung hatte, in Länderhoheit kunterbunt  geprägt. In einem Positionspapier der FDP Bundestags-Fraktion wird beklagt, dass „die Bundesregierung das Geld mit der Gießkanne verteilt“, womit die FDP ja Recht hat.

Mit dem „Gute-Kita-Gesetz“, das Giffey im vergangenen Jahr das auf den Weg gebracht hatte,  fließen nun rund 5,5 Milliarden Euro für die frühkindliche Bildung an die Bundesländer. Dafür musste der Bund mit jedem der 16 Länder einen eigenen Vertrag abschließen (uff, welche Arbeitsverschwendung!).

Dazu zählen u.a. auch die Reduzierung oder Abschaffung der Kitagebühren. Welche Kita wird dadurch wohl eine „Gute Kita“ mit einer besseren Qualität?

Ja, auch die Ausweitung der Betreuungszeiten, ein besserer Betreuungsschlüssel, mehr Sprachförderung für die Kinder, die Weiterbildung von Erziehern oder die Stärkung der Kitaleitung können die Qualität verbessern. Von einem verbindlichen und einheitlichen Standard sind wir aber weiterhin weit entfernt. Laut der Ministerin „gebe es nicht den einen richtigen Weg für mehr Qualität bei der Kinderbetreuung,“ Warum eigentlich nicht? Weil sich die Politik nicht traut, Qualität zu definieren und einzufordern, wie dies in anderen Ländern normnal ist. 5,5 Milliarden Euro. Können Politiker und Steuerzahler dafür etwas verlangen?

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