Umwelt: Diesel und Putzmittel

Mit dem heutigen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts geht es dem Diesel vielleicht bald an den Kragen. Aber noch immer sollen jetzt die Städte in der Pflicht sein, Fahrverbote auszusprechen, nicht jedoch ist die Automobilindustrie in der Pflicht, ihre vorsätzlichen Betrügereien wenigstens teilweise zu korrigieren, indem sie alle Dieselfahrzeuge nachrüsten.

Vielleicht kommt aber auch die Wende durch Druck aus der Bürgerschaft: Der Guardian berichtet, dass englische Eltern verschmutzungsfreie Zonen für ihre Kinder fordern, auf dem Weg zur Schule und zu den Kitas und in deren  Umkreis. Eine Untersuchung sprach von Hunderttausenden, die exponiert sind: „The analysis of the most recent government data exposes how dangerous levels of nitrogen dioxide (NO2) pollution from diesel traffic are not limited to large metropolitan centres, but threaten the health of children and young people in towns and cities from Newcastle to Plymouth.“

Aber sicher kann man wohl nirgends mehr sein. Univadis fasst die Ergebnisse des European Community Respiratory Health Survey, der über zwanzig Jahre lief, zusammen. Dabei fand sich bei Frauen, die ihre privaten Räume saubermachen und deswegen regelmäßig Kontakt mit Reinigungssprays und anderen Putzmitteln hatten,  anhaltende Veränderungen in den Atemwegen.

Also: erst einmal weg mit dem Diesel (sind die Benziner eigentlich wirklich weniger schädlich?), und dann immer seltener mit Reinigungsmitteln putzen.

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