Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das ADHS Risiko beim Kind

Es ist schon lange bekannt, dass toxische Komponenten des Tabakrauchs Schädigungen beim ungeborenen Kind hervorrufen können. Das Risiko für Fehlbildungen, Krankheiten und Entwicklungsstörungen ist erhöht. Dass auch das Risiko für eine Aufmerksamkeitsstörung erhöht ist, unterstreicht eine kürzlich publizierte Studie aus Finnland.

Professor Sourander vom Forschungszentrum für Kinderpsychiatrie in Turku erläuterte den Zusammenhang zwischen der Nikotinbelastung des Fötus und der Diagnose ADHS durch Messung des Cotininspiegels der schwangeren Mutter. Die Studie umfasste 1079 Mütter. Andere Einflussfaktoren, wie Alter und Gesundheitszustand von Mutter und Vater, der sozioökonomische Status der Mutter und das Geburtsgewicht des Kindes wurden berücksichtigt.

Die Kinder von Schwangeren mit einem positiven Cotininnachweis zeigten die Symptome eines ADHS in 9 % häufiger als Kinder von nichtrauchenden Müttern. Andere Einflussfaktoren, wie Alter und Gesundheitszustand von Mutter und Vater, der sozioökonomische Status der Mutter und das Geburtsgewicht des Kindes wurden berücksichtigt.

Das Risiko der Kinder, an ADHS zu erkranken, korrelierte mit dem Ausmaß des mütterlichen Nikotinkonsums. Je höher die Nikotindosis der Mutter, desto mehr Kinder erkrankten an ADHS. Bei den Müttern mit den höchsten Cotininkonzentrationen war das ADHS-Risiko des Nachwuchses sogar um das Dreifache erhöht.

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