Baby´s Gedächtnis im Schlaf

Dass man im Schlaf Erlebnisse verarbeitet, ist lange bekannt. Die Erkenntnis, dass der Schlaf unser Langzeitgedächtnis ordnet und festigt, ist noch relativ neu. Entsprechend wissen wir, dass Gedächtnis durch Schlafentzug geschwächt wird. Dass auch sehr junge Babies Ereignisse besser speichern und abrufen können, wenn sie geschlafen haben, ist hingegen ganz neu. Klára Horváth und Mitarbeiter der Semmelweis Universität in Budapest konnten zeigen, dass drei Monate alte Babies Bilder von Gesichtern nach einer kurzen Schlafzeit wiedererkennen konnten, aber eben nur nach einer Schlafzeit. Diese Fähigkeit korrelierte mit dem Auftreten von „Schlafspindeln“ im EEG der untersuchten Kinder. Die Arbeit gibt aber keine Auskunft darüber, wie die Ergebnisse in Bezug zur Schlafdauer sind.

In Medscape kommentiert Gina Poe, eine Forscherin der University of California in Los Angeles: „We neuroscientists and biopsychologists have a long way to go before we understand how long different types of memory consolidation tasks take and why. But once the job is done, more sleep may be akin to the builders hammering more nails into a structure that is already securely connected.” Und sie fügt hinzu :“So never wake a sleeping baby.”

Neues vom Nicht-Essen und von der Beikost

„Mein Kind will nichts essen“ titelt eine neue Ausgabe von Allgemeinarzt-online mit einem Artikel von Maria Flothkötter. Verunsicherte Eltern sollen beruhigt und gelassen reagieren. Mir scheint der „Mahlzeitenrhythmus“ dabei ein besonders wichtiger Aspekt zu sein, sehen wir doch in jeder Stadt im Gehen essende Erwachsene und Kinder. „Damit der Hunger eine Chance hat“, sollten in den Essenspausen zwischen den Mahlzeiten weder Snacks, zuckerhaltige Getränke noch Milch angeboten werden, da diese das Kind sättigen können… Kleinkinder sollten ihre Mahlzeiten in einem regelmäßigen Rhythmus bekommen. Anzahl, Rhythmus und Art der täglichen Mahlzeiten sind kulturell geprägt. Hierzulande bewährt haben sich drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten, die sich mit essensfreien Zeiten abwechseln. Feste Essenszeiten, das gemeinsame Decken des Tisches und ein Ritual zum Anfang sorgen für verlässliche Strukturen.“

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Niedrige Impfquote

Die Impfung junger Mädchen gegen den Humanen Papillom Virus (HPV)  schützt gegen Gebärmutterhalskrebs und gegen Genitalwarzen.  In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 4.700 Frauen neu am Gebärmutterhalskrebs, 1.500 bis 1.600 sterben daran. Die Impfquote lässt jedoch zu Wünschen übrig: Sie liegt in Deutschland unter 50%, besonders in den westlichen Bundesländern. Dabei hatte der deutsche Nobelpreisträger Harald zur Hausen belegen können, dass an der Entstehung des Krebses Papillom Viren beteiligt sind, besonders die Virustypen 16 und 18. Ein im letzten Jahr zugelassener Impfstoff vermittelt Schutz vor 9 HPV-Typen.  Die erste Impfung sollte in einem Alter von 9 bis 14 Jahren durchgeführt werden. Der Impfschutz nach nur einer Wiederholungsimpfung beträgt mind. 10 Jahre.

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„Weichmacher“ sind überhaupt nicht soft

Wenn ich Wurst einkaufe, wird sie in ein Papier gewickelt, das mit einer dünnen Plastikschicht belegt ist, und kommt danach in eine Plastiktüte. Obst wird oft abgewogen in Plastikschalen mit Folienabdeckung angeboten. Das Eis, das ich mir gönne, wird in einer Plastikschale verpackt. Der Einkauf wandert in eine Plastiktüte. Selbst beim Bio-Bauern gibt es überall Weichplastik. Stellen Sie sich einmal einen Einkauf ohne Plastik vor! Damit sich alles gut der Ware anpasst, werden dem an sich spröden Kunststoff Weichmacher beigefügt.

Weichmacher sind Stoffe, die Plastik zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen. Die Chemikalien, von denen es mehrere Hundert verschiedene Varianten gibt, werden jedes Jahr in Mengen von mehreren Millionen Tonnen hergestellt. Aus der Gruppe der Weichmacher sind besonders Phthalate gut untersucht und unter diesen befindet sich Diethylhexylphthalat (DEHP), das als Weichmacher für PVC verwendet wir. Phthalate gibt es überall: Autoreifen, Kinderspielzeug, Verpackungsmaterial, Bodenbeläge, Rohre und Kabel, Teppichböden, Wandbeläge, Schuhsohlen, Vinyl-Handschuhe, KFZ-Bauteile, Dispersionen, Farben, Infusions- und Urinbeutel, Kontaktlinsen und Zahnfüllungen.

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Säuglings Überwachung mit dem Smartphone App

Jede Mutter und jeder Vater kennen diese ängstlichen Momente, in denen sie am Bettchen ihres kleinen Säuglings standen und für kurze Zeit unsicher waren, ob das Kind noch atmet. Atmung nicht zu sehen oder zu hören erzeugt Angst, selbst dann, wenn das rosige Gesichtchen absolut keine Gefährdungszeichen signalisiert. Und in der darauffolgenden Nacht schleichen Mama oder Papa noch einmal heimlich zum Kind.

Diese Angst könnte man sich sparen, denkt so manch einer, besonders als Eltern eines Frühgeborenen oder nach dem Gespräch mit Freunden über den plötzlichen Kindstod. Tatsächlich richten viele Eltern den Wunsch nach einem Heimmonitor an ihren Kinderarzt. Solch ein Monitor ist ja wesentlich sicherer als die Audio Überwachung per Babyphon.

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Mit Frühchen kuscheln und taktile Wahrnehmung fördern

Dass sich frühe taktile Wahrnehmungen fördernd oder hemmend auf die Entwicklung eines Frühgeborenen auswirken können, ist eigentlich alter Wein in neuen Schläuchen. Schließlich stammt die Känguru-Methode (Englisch Kangaroo care), bei der ein Frühgeborenes Haut an Haut auf dem Oberkörper eines Erwachsenen liegt, schon aus den 1990er Jahren. In zahlreichen Arbeiten konnte der positive Einfluss der Haut-zu-Haut-Berührung auf die Atmung, auf die Herztätigkeit, die Ernährung, Gewichtszunahme und soziale Reifung nachgewiesen werden, auch die verbesserte Verarbeitung der vielen schmerzhaften Prozeduren, denen die Kleinsten ausgeliefert sind. Die Känguru-Methode und andere sanfte Pflegemethoden haben längst Eingang in die meisten Intensivstationen für Frühgeborene gefunden.

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Knackt den Code! Der Entstehung von Autismus auf der Spur?

Nachdem die Behauptung, Autismus entstehe durch Masern-Impfung, als eine bewusste Fälschung in einer vermeintlich wissenschaftlichen Arbeit in England enttarnt wurde und nachdem diese Tatsache sich nach und nach herumspricht, bleibt die Frage nach den ursächlichen Faktoren nach wie vor ungeklärt. Nur so viel scheint eindeutig: Es gibt eine große Gruppe genetischer Faktoren und Umwelteinflüsse, die in Frage kommen. Dazu gibt es jetzt einige neuere Befunde.

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Malaria: Eine Geißel der Menschheit jetzt besiegen?

Professor Kremsner und Dr. Mordmüller vom Tübinger Institut für Tropenmedizin und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) haben in der Wissenschaftszeitung nature vor wenigen Tagen die Ergebnisse einer neuen Art von Impfung vorgestellt, die den Durchbruch in der Malariabehandlung bringen könnte. Bisher erkranken beidseits des Äquators jährlich mehr als 200 Mill. Menschen an der von der Anopheles Mücke übertragenen Krankheit. Die Zahl der Todesfälle wird auf mind. 400.00 im Jahr geschätzt, darunter besonders viele Kinder in Afrika. Alle bisherigen Versuche, der Mücke oder dem Erreger den Garaus zu machen oder einen Impfstoff aus Bestandteilen des Errregers Plasmodium zu entwickeln, schlugen fehl.

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