Krankheiten riechen und schnüffeln

Bewusst ein doppeldeutiger Titel, denn zwei Dinge gibt es neu von der Nase: Erstens: Wenn man nicht mehr gut riecht, kann das eine Krankheit ankündigen. Und zweitens: Wenn man/Hund besonders gut schnüffelt, kann er Krankheiten womöglich erriechen.

Zum ersten Fall gibt es einen Artikel bei wissenschaft.de, der fragt, ob Hausärzte künftig einen Geruchstest machen sollten, da nachlassende Riechleistungen ein HInweis für degenerative Erkrankungen sein können, z.B. Alzheimer oder Parkinson.

Bei 2300 Frauen ud Männern im Alter von 71 bis 82 Jahren wurde die Wahrnehmung von zwölf alltagsrelevanten Gerüchen untersucht und diese Ergebnisse in Bezug zu den Sterbefällen im Verlauf der nächsten 13 Jahre gesetzt. Die statistischen Auswertungen ergaben: Verglichen mit Studienteilnehmern mit einem guten Geruchssinn stellten die Forscher bei den Personen mit einem schlechten Nasensinn im Verlauf von zehn Jahren ein um 46 Prozent höheres Sterberisiko fest. Dumm nur oder auch gnädig: Man merkt es nicht, wenn man älter wird und der Geruchssinn nachlässt. Sollen Hausärzte dann wirklich künftig das Riechen untersuchen?

Das zweite Riechphänomen betrifft die Fähigkeit von Hunden, menschliche Krankheiten zu erschnüffeln. Ein Schäferhund verfügt über ca. 220 Millionen Riechzellen. Ein Mensch dagegen nur über etwa fünf Millionen. Hunde haben  zusätzlich noch das Jacobsonsches Organ. Das ist wie die Nase Teil des Geruchssinns und der olfaktorischen Wahrnehmung. Das Jacobson-Organ befindet sich am Gaumen des Hundes unterhalb der Nase und hat eine Öffnung zur vorderen Mundhöhle hin. Es  verstärkt nicht den Geruchssinn, sondern ergänzt diesen um weitere Informationen.

Hunde können nicht nur als Lawinenhunde oder Blindenhunde Lebensretter sein, sondern geeignete und über viele Jahre trainierte Hunde können als Diabetiker-Warnhunde einegsetzt werden. Solch ein Hund kann vor den lebensbedrohlichen Situationen der Unter- und der Überzuckerung warnen. Aber nicht genug: Es gibt auch Epilepsiewarnhunde, die nach langem Training einen fokalen Anfall bereits wenige Minuten im Voraus bemerken und den Erkrankten warnen können.

 

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