Dem Autismus mit Vitaminen vorbeugen?

Angeborene Fehlbildungen des Rückenmarks lassen sich vermeiden: Vor der Zeugung und während der ersten drei Schwangerschaftsmonate regelmäßig eingenommene Folsäure beugt dem „offenen Rücken“ (spina bifida) in ca. 70% vor.  Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe: Die Einnahme birgt keine Risiken. Die notwendige Menge kann man nicht durch normale Nahrungsmittelmengen erreichen. Möglicherweise verringert sich durch die Substitution mit Folsäure auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind mit einer Gaumenspalte auf die Welt kommt.

Da wundert es kaum, wenn versucht wird, auch anderen angeborenen Erkrankungen, deren Ursache noch weitgehend unklar sind, mit Vitaminen vorzubeugen. Dazu ist vor wenigen Tagen in JAMA Psychiatry ein wichtiger Artikel erschienen: Mütter, die bereits ein Kind mit Autismus haben, haben ein 12-fach erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Autismus Erkrankung nach einer erneuten Schwangerschaft. Das bedeutet ein Risiko von ca. 20%. Bei Müttern, die sechs Monate vor der Zeugung des Geschwisterkindes Vitamin Komplexe einschließlich Folsäure nahmen, halbierte sich das Autreten einer Erkrankung aus dem Autismus Spektrum. Ein erfreulicher Ansatz, der überprüft werden sollte, und der leider „nur“ die Zahl der Betroffenen halbierte.

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