Vergiftungsrisiko für Kleinkinder

Putzmittel, Medikamente und Giftpflanzen sind bei Kindern für die meisten Vergiftungen verantwortlich.  Kindersind neugierig und können die Gefahren nicht richtig erkennen:  bis zu einem Alter von fünf Jahren sind sie besonders gefährdet sich im Haushalt zu vergiften. „Am häufigsten schlucken Kinder aus Neugier Reinigungsmittel, insbesondere Maschinen- und Handgeschirrspülmittel“, sagt Dr. Maren Hermanns-Clausen, Leiterin der Vergiftungs-Informations-Zentrale (VIZ) am Universitätsklinikum Freiburg.

Die Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg erreichen Sie rund um die Uhr unter der Nummer:  0761/ 192 40

Das „Risiko Pflanze“ wird in einer Broschüre des Bundesinstituts für Risikobewertung gut bebildert und beschrieben. Frau Hermanns-Clausen et alk. haben dieses Risiko in einer aktuellen Analyse auf der Basis von Expositionsdaten neu bewertet. Von 251 bewerteten Pflanzen wurde für 11 ein hohes Risiko, für 32 ein mittleres, für 115 ein leichtes und für 93 Pflanzen kein Vergiftungsrisiko ermittelt. Ein hohes Risiko gehen von Eisenhut, Tollkirsche, Engelstrompete, Stechapfel und Schwarzes Bilsenkraut, dem Gefleckten Schierling, der Herbstzeitlose und der Prachtlilie aus. Tödliche Vergiftungen sind publiziert. Das Vergiftungsrisiko durch Holunder wird als mittelschwer bewertet, während es bislang als leicht galt.

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Eine Stärkung der MINT-Fächer

„Eine Stärkung der MINT-Fächer“, das fordert die DPhV-Vorsitzende Lin-Klitzing, „denn sowohl der letzte IQB-Bildungstrend als auch die jetzige PISA-Studie belegen, dass der MINT-Lehrkräfte-Mangel am Gymnasium jetzt bereits negativ zu Buche schlägt.“

In diesem Zusammenhang erneuert sie ihre Forderung nach einer Strukturreform der Kultusministerkonferenz. Wechselnde Schwerpunktsetzungen durch die jährlich rotierenden Kultusminister bzw. Kultusministerinnen erschwerten bisher das substanzielle Angehen der länderübergreifenden Herausforderungen: Dazu gehören das Problem der noch nicht ausreichenden Vergleichbarkeit des Abiturs auf höherem Niveau, die Digitalisierung und die noch fehlende langfristige Strategie zur Vermeidung des vorprogrammierten, wiederkehrenden „Schweinezyklus“ von regelmäßig zu vielen und zu wenigen Lehrkräften sowie der bereits sich seit Längerem abzeichnende Mangel an MINT-Lehrkräften in den weiterführenden Schulen, insbesondere am Gymnasium. 

„Eine mindestens dreijährige Amtszeit der jeweiligen KMK-Präsidentschaft und einen wissenschaftlichen Beirat, der ähnlich einem Sachverständigenrat die reformierte KMK berät. Mindestens das brauchen wir, um angemessen die komplexen Probleme im Bildungsföderalismus kontinuierlicher anzugehen und Ziele auf höherem Niveau verbindlicher erreichen zu können!“, sagt die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands.

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Ist die Umsetzung der Kinderrechte eine Frage des politischen Willens?

„30 Jahre nach Verabschiedung der Uno-Kinderrechtskonvention stehen wir in Deutschland im Hinblick auf Kinderrechte vor einem föderalen Flickenteppich“, heißt es in einer Mitteilung des Kinderhilfswerks. Für DKHW-Präsident Thomas Krüger zeige der Index deutlich, dass die Umsetzung der Kinderrechte an vielen Stellen keine alleinige Frage der Kassenlage, sondern des politischen Willens sei (zitiert bei SPIEGEL Online). In einer Studie des Deutschen Kinderhilfswerks (lesenswert!) wird die Umsetzung der Kindserrechte in den verschiedenen Bundesländern kritisch unter die Lupe genommen, und zwar in fünf zentralenBereichen: Das Recht auf Beteiligung, Gesundheit, auf angemessenen Lebensstandard, Bildung und Ruhe, Freizeit, Spiel und Erholung. Als Beispiele für eine gute Umsetzung von Kinderrechten nennt das Kinderhilfswerk: Ein Wahlalter ab 16 bei Kommunal- und Landtagswahlen, die explizite Verankerung von Beteiligungsrechten für Kinder in Landesgesetzen oder eine vorhandene Kinderkommission im jeweiligen Landtag, die sich für die Interessen der Kinder einsetzt. Vier Länder schnitten unterdurchschnittlich ab: Hamburg, Hessen, Saarland und Sachsen-Anhalt.

 

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Facebook löscht Fake-Accounts

Eine aktuelle Verlautbarung von Facebook spricht davon, dass Facebook 3.2 Millionen fake accounts zwischen April und September dieses Jahres gelöscht habe, zusammen mit Millionen  Posts, die Kindesmissbrauchs und Selbstmord illustrieren. „It removed more than 11.6 million pieces of content depicting child nudity and sexual exploitation of children on Facebook and 754,000 pieces on Instagram during the third quarter.“

Gleichzeitig soll die Privatsphäre der Nutzer verbessert werden. In der Folge wird es für die Überwachungsinstrumente schwieriger werden, solche Bild- und Wortbeiträge zu erkennen. Last month, FBI Director Christopher Wray said the changes would turn the platform into a „dream come true for predators and child pornographers.“

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Das Haus vom Nikolaus

Mandy Fuchs hat neue Variationen des Themas vorgestellt, in ihrem Blog für große und kleine Matheforscher: tolle Anregungen!

„Ich selbst habe das Nikolaushaus schon oft in der Vorweihnachtszeit mit Kindern erforscht. Wenn du dich erinnerst, orientiere ich mich beim Einsatz offener mathematischer Spiel- und Lernfelder immer an drei Phasen: der Einstiegsphase, der Forscherphase und der Auswertungs- und Präsentationsphase.“

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Hoffnung im Kampf gegen resistente Keime

Eine der ganz großen Herausforderungen an die moderne Medizin ist die Resistenz von einigen lebensbedrohlichen Bakterien, darunter besonders der so genannten gram-negativen Keime, gegen alle Arten von Antibiotika.  Schweizer Wissenschaftler haben nun eine neue Klasse von Antibiotika mit einem einzigartigen Wirkungsmechanismus entdeckt – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Durch die Störung der Außenmembransynthese töten diese neuartigen Antibiotika gramnegative Bakterien ab.

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Wieviel Digital braucht das Kind?

Dass schon kleine Kinder emsig auf Smartphones wischen, wird von vielen Eltern als Beleg für ihre digitale Intelligenz gewertet. In der Realität bleiben die Kompetenzen der Kleinen aber recht limitiert. Die Study (ICILS) testete Achtklässlerinnen und Achtklässler auf ihre digitalen Kompetenzen im internationalen Vergleich. Die Studie wurde zum ersten Mal 2013 durchgeführt. Deutschland landet wie beim letzten Mal im Mittelfeld. Die Icils-2018-Studie testet zum ersten Mal das sogenannte Computational Thinking.  Es handelt sich um die Fähigkeit, mithilfe von digitalen Medien und Algorithmen Probleme zu bearbeiten. Beim Icils-Test müssen die Achtklässler zum Beispiel einen selbstfahrenden Schulbus steuern, oder sie müssen eine landwirtschaftliche Drohne so programmieren, dass Saatgut passgenau auf die Felder ausgebracht wird.

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Kommt vorschulisches Lernen in Kitas zu kurz?

Kita-Erzieherinnen und -Erziehern in Deutschland ist es besonders wichtig, dass die von ihnen betreuten Kinder ein gutes Sozialverhalten entwickeln und gut sprechen lernen. Für weniger wichtig halten sie Spiele und Übungen, die den Kindern die Grundlagen des Lesens, Schreibens und Rechnens nahebringen. Dieses Ergebnis einer internationalen Befragung von Fachkräften in der frühkindlichen Erziehung hebt das Bildungsdirektorat der OECD für Deutschland hervor.

Ziel der Studie „Starting strong“ (Stark starten) ist es, die Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung zu fördern. In neun OECD-Ländern wurde 2018 jeweils eine repräsentative Stichprobe von Kitakräften befragt, in Deutschland nahmen rund 2500 Erzieherinnen und Erzieher sowie gut 500 Leitungspersonen teil. In der Türkei geben 80 Prozent der Kitaerzieherinnen an, Zahlenspiele mit den Kindern zu spielen, in Chile und Israel sind es um die 60 Prozent, in Deutschland aber nur rund 30 Prozent.

Gleichzeitig ist Deutschland eines der Länder mit der geringsten Diversitätsförderung in der Kita. Bücher, die Menschen unterschiedlicher ethnischer oder kultureller Herkunft zeigen, setzen nur 40 Prozent der Befragten ein. Bei Spielen aus anderen Kulturkreisen sind es sogar nur 15 Prozent. Zum Vergleich: In der Türkei, in Chile und Korea arbeiten knapp über oder unter 80 Prozent nach eigenen Angaben mit diversitätsfördernden Büchern. Diese Angabe konnten ebenso wie die Inhalte der Bücher nicht überprüft werden, erläutert Studienleiter Arno Engel.

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Masernimpfung schützt auch vor Gedächtnisverlust der Körperabwehr

Dass Masern bei Kindern tödlich verlaufen können oder mit schweren Komplikationen verbunden sein können, ist leidlich bekannt. Dass Masernepidemien in Entwicklungsländern besonders oft tödlich sind, weil die Kinder durch andere Erkrankungen geschwächt sind, ist ebenso lange bekannt. Dass Masernviren aber auch bei gesunden Kindern jahrelang wirksame Beeinträchtigungen des Körperabwehrsystems zur Folge haben können, wurde in zwei neueren Arbeiten eindrucksvoll belegt.

So kommt es bei einer Maserninfektion häufiger auch zu weiteren Infektionen wie beispielsweise bakteriell bedingten Lungen- oder Mittelohrentzündungen. In einer kürzlich im Vereinigten Königreich (UK) durchgeführten Masern-Kohortenstudie wurde nachgewiesen, dass zehn bis 15 Prozent der Kinder noch fünf Jahre nach einer Maserninfektion Anzeichen einer deutlichen Beeinträchtigung des Immunsystems aufwiesen (und zwar speziell der Immungedächtniszellen B-Lymphozyten), was zu einem erhöhten Auftreten sekundärer Infektionen führte.

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Neuronennester

Neuronencluster

aus: wissenschaft.de

Schon im Mutterleib bilden sich so die Anfänge der komplexen Netzwerkarchitektur unseres Gehirns aus. In dieser sind die Nervenzellen nicht zufällig angeordnet – sie bilden komplexe funktionelle Einheiten.

In einer Computersimulation haben Forscher nun nachvollzogen, wie sich diese Struktur während der Hirnentwicklung des Fötus ausbildet. Dabei zeigte sich, dass sich die Hirnzellen zunächst selbstorganisiert zu Gruppen stark vernetzter Neurone zusammenfinden. Diese Cluster wiederum sind über schwächere Verbindungen sowohl mit ihren Nachbarn als auch mit weiter entfernten Clustern vernetzt. Die Simulation ergab, dass dabei das Zusammenspiel des aktivitätsabhängigen Wachstums von Zellfortsätzen und der Wanderung von Nervenzellen in hohem Maß den späteren Grad an Modularität beeinflusst. Gemeinsam bilden diese Prozesse die Grundlage für die späteren Funktionseinheiten unseres Gehirns.

Diese Grafik zeigt im unteren Teil die in der Computersimulation entstandenen Netzwerkcluster, im oberen Teil sind solche Cluster in der Großhirnrinde einer jungen Ratte zu sehen. Die Forscher bildeten sie mithilfe von Fluoreszenzmarkern in einer Mikroskop-Aufnahme ab.

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