Neues vom Mutterhormon

Oxytocin wird auch als das „Mutterhormon“ bezeichnet: Dieser Botenstoff im Gehirn löst bei Geburt die Wehen aus und stimuliert die Brustdrüsen zur Abgabe von Milch. Er ist auch entscheidend daran beteiligt, dass nach der Geburt eine tiefe emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht. Ein Mangel dieses Transmitters gilt als möglicher Risikofaktore für Wochenbettdepressionen. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung des Oxytocins für das weibliche Geschlecht vermuten Forscher schon länger, dass sich das Oxytocin-System im Gehirn von Frauen und Männern unterscheidet. Über neue Erkenntnisse berichtet wissenschaft.de.

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In der Pause wiederholt das Gehirn

Was macht unser Denkapparat beim Ausruhen? Neu ist nun: Das Gehirn spielt Aktivitätsmuster vorhergehender Erfahrungen und Entscheidungen im Zeitraffer erneut ab – genau in der Reihenfolge, in der wir sie erlebt haben. Neue Forschungs-Ergebnisse legen nahe, dass das erneute Abspielen eine wichtige Rolle für Gedächtnisfunktionen und zukünftige Entscheidungen spielt.

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Traumafolgen über Generationen hinweg

Menschen, die ein schweres Trauma durchlebt haben, leiden oft viele Jahre, teilweise lebenslang, unter den psychischen Folgen. Auch ihre Bindungsfähigkeit und der eigene Erziehungsstil können davon beeinflusst sein. Sogar die nachfolgende Generation könne betroffen sein, sagt Dr. Rahel Bachem, Klinische Psychologin, die in einem Fachzeitschriften-Beitrag das Phänomen der so genannten Trauma-Transmission näher beschreibt.

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Krankheiten riechen und schnüffeln

Bewusst ein doppeldeutiger Titel, denn zwei Dinge gibt es neu von der Nase: Erstens: Wenn man nicht mehr gut riecht, kann das eine Krankheit ankündigen. Und zweitens: Wenn man/Hund besonders gut schnüffelt, kann er Krankheiten womöglich erriechen.

Zum ersten Fall gibt es einen Artikel bei wissenschaft.de, der fragt, ob Hausärzte künftig einen Geruchstest machen sollten, da nachlassende Riechleistungen ein HInweis für degenerative Erkrankungen sein können, z.B. Alzheimer oder Parkinson.

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Masernhäufigkeit weltweit: Anstieg um 300%

Noch vor 30 Jahren schienen Masern dank der weltweiten Impfkampagnen kurz vor der Ausrottung. Jetzt steigt die Erkrankungszahl laut WHO rapide an (Bericht bei univadis). Grund dafür sind Armut und Kriege in der dritten Welt, teils auch religiös bedingte Ablehnung von Impfungen, und das Misstrauen gegenüber Impfungen in Europa und den USA, „weil die Krankheit sich unter ungeimpften Personen schnell ausbreitete“. Um die Erkrankungskette zu unterbrechen, ist eine Impfhäufigkeit von ca. 95% notwendig. Siehe meinen Beitrag vom 13. März: Die Bereitschaft, Kinder zu impfen: eine Vertrauensfrage? Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) sprach sich für eine Impfpflicht in Deutschland aus, doch die Ministerpräsidenten der Länder sind skeptisch.

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Traubenzucker macht fit

Kennt ihr das? Meine Mutter hatte immer Traubenzucker-Bonbons (damals „Dextro-Energen“) in der Tasche, gegen Müdigkeit, z.B. beim Autofahren. In den vergangenen Jahren wurde immer häufiger daran gezweifelt, dass Zucker fit macht. Hier kommt der nächste Baustein für Zweifler: Sugar rush or sugar crash, ein Review in Neuroscience.

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Die Bereitschaft, Kinder zu impfen: eine Vertrauensfrage?

Infektionskrankheiten wie z.B. Masern könnten schon längst der Vergangenheit angehören, wenn mehr als 95% der Bevölkerung geimpft wären. Die Impfpflicht, wie es sie z.B. in der DDR gab, ist jedoch in vielen Ländern Europas abgeschafft worden. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Masernfälle in Europa im das Dreifache angestiegen ist. Spitzenreiter in Europa ist mit großem „Vorsprung“ die Ukraine. Fehlende Impfungen sind z.T. durch die Kriegs- und Armutssituation bedingt. Aber auch in Deutschland (2017: 929, 2018: 543 Fälle), Frankreich (2018: 2913 Fälle), Italien (2018: 2517 Fälle) und England (2018: 953 Fälle) melden bedenklich hohe Fallzahlen. Europaweit wurden 2018 72 Todesfälle durch Masern gezählt, verglichen mit  42 im Jahr 2017. Nicht meldepflichtig sind die Fälle von Kindern mit chronischer Hirnentzündung durch Masern, die nicht heilbar ist.

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Rauchen in der Schwangerschaft erhöht das ADHS Risiko beim Kind

Es ist schon lange bekannt, dass toxische Komponenten des Tabakrauchs Schädigungen beim ungeborenen Kind hervorrufen können. Das Risiko für Fehlbildungen, Krankheiten und Entwicklungsstörungen ist erhöht. Dass auch das Risiko für eine Aufmerksamkeitsstörung erhöht ist, unterstreicht eine kürzlich publizierte Studie aus Finnland.

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Dem Autismus mit Vitaminen vorbeugen?

Angeborene Fehlbildungen des Rückenmarks lassen sich vermeiden: Vor der Zeugung und während der ersten drei Schwangerschaftsmonate regelmäßig eingenommene Folsäure beugt dem „offenen Rücken“ (spina bifida) in ca. 70% vor.  Folsäure ist ein Vitamin der B-Gruppe: Die Einnahme birgt keine Risiken. Die notwendige Menge kann man nicht durch normale Nahrungsmittelmengen erreichen. Möglicherweise verringert sich durch die Substitution mit Folsäure auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind mit einer Gaumenspalte auf die Welt kommt.

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Pläne gegen Kinderarmut greifen nicht

Fast jedes vierte Kind in Deutschland lebt nach neuesten Zahlen in Armut. Deshalb sollte die Verringerung von Kinderarmut oberstes Ziel der Bundesregierung sein, wie sie es auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben hat, fordert der Deutsche Kinderschutzbund.

Raimund Schmid fasst in der Kinderärztlichen Praxis (2018; 89 (5) Seite 357-358) Stellungnahmen des Kinderschutzbundes, der Diakonie Deutschland und des Deutschen Kinderhilfswerks zusammen. „Das Kindergeld und den steuerlichen Kinderfreibetrag anzuheben kostet den Staat viel Geld, bringt aber für Kinder in Armut unterm Strich nicht viel“, kritisiert Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes. „Familien, die Hartz IV, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, gehen leer aus. Bei ihnen wird das erhöhte Kindergeld mit der jeweiligen Leistung verrechnet.“

Damit geht die Schere zwischen Arm und Reich in der Familienförderung weiter auseinander. Hinzu kommt: Familien mit höherem Einkommen werden bereits jetzt über den Freibetrag um bis zu 100 Euro mehr entlastet als Familien der unteren und mittleren Einkommensgruppen über das Kindergeld. Für die Jahre 2019/2020 sieht der Gesetzentwurf vor, dass Familien mit unteren Einkommen über das Kindergeld insgesamt 180 Euro zusätzlich für beide Jahre erhalten. Familien mit sehr hohem Einkommen werden über den Kinderfreibetrag jedoch im gleichen Zeitraum um bis zu 273 Euro entlastet. „Pläne gegen Kinderarmut greifen nicht“ weiterlesen