Akupunktur hilft bei Säuglings-Koliken

Die berühmten und lästigen „Dreimonatskoliken“ bei Säuglingen gehen mit Unruhe und Schreien einher. Manche Babys werden bis gegen Ende des ersten Lebensjahrs geplagt. Wenn Beratungen, Nahrungsmittelkarenz (z.B. gegenüber Kuhmilchprotein), Nahrungsergänzung mit Lactobacillus, bildgebende Diagnostik oder Psychotherapie nicht weiterhelfen, bleibt den Profis nicht viel mehr als ein Achselzucken und der Rat „Kopf einziehen und durch“.

Neue Hoffnung gibt jetzt eine Untersuchung von Landgren und Hallström von der schwedischen Universität Lund. 157 Babys, die täglich mehr als drei Stunden weinten, wurden in drei Gruppen eingeteilt: Zwei Gruppen wurden mit unterschiedlichen Arten von Akupunktur behandelt. In der Kontrollgruppe wurden die Eltern viermal intensiv beraten. Akupunktur wurde zwei Wochen lang in vier Behandlungen angewandt.

Die Behandlung erwies sich als durchaus hilfreich. Beide Akupunkturmethoden hatten einen vergleichbar guten Effekt: Die Zeitdauer des Wimmerns und Schreiens („total crying duration and time spent fussing, crying and colicky crying“) sank um ca. 40% gegenüber 20% in der Kontrollgruppe. Nebenwirkungen traten nicht auf.

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