Hilfe für Kinder psychisch kranker Eltern

in der letzten Ausgabe der Kinderärztlichen Praxis findet sich ein Artikel von Kurt Albermann et al. zur Situation von Kindern psychisch kranker Eltern. Sehr anschaulich und praktisch gut nutzbar sind die Fragen an die betroffenen Kinder und Jugendlichen und die Voraussetzungen für den Aufbau eines Netzwerks. Sehr lesenswert!

Ansprechpartner ist auch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder psychisch kranker Eltern. Das Informationsangebot für regionale Hilfsangebote gibt es unter: http://bag-kipe.de/einrichtungen-projekte
Hier noch die Zusammenfassung (leicht gekürzt):
  • Kinder psychisch kranker Eltern haben ein um den Faktor 3 bis 7 erhöhtes Risiko, selbst eine psychische Störung zu entwickeln.
  • Kinder von Eltern mit Persönlichkeitsstörungen und Abhängigkeitserkrankungen sind offenbar am meisten gefährdet.
  • Anfangs können die familiären und privaten Netzwerke noch greifen, nach längerer Erkrankung und insbesondere bei Alleinerziehenden sind öffentliche Netzwerke unverzichtbar.
  • Die die Eltern behandelnden Fachpersonen haben die Kinder häufig nicht im Blick: Sie sollten nachfragen, wie es den Kindern geht, und bei Bedarf zu geeigneten Fachpersonen Kontakt aufnehmen.
  • Regionale Netzwerke benötigen eine Zusammenarbeit der verschiedenen Leistungserbringer, familienbezogen und fallübergreifend.
  • Die Kinder brauchen altersangemessene Informationen über die elterliche Erkrankung – kleinere Kinder durch die Eltern selbst – größere auch durch Fachpersonen.
  • Bei KinderärztInnen besteht im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen Gelegenheit, Eltern, in der Regel Mütter, auf individuelle und familiäre Belastungen, Schutz- und Risikofaktoren anzusprechen und auf professionelle Hilfen hinzuweisen. Es gibt aber kein Patentrezept – für jede Familie müssen individuell geeignete Unterstützungsangebote gefunden werden.
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Der Ernährungs-Brexit kommt

Zwei Fakten: 1. Eine Pizza Hawaii hat durchschnittlich 750 Kalorien. 2. Jedes dritte britische Kind ist übergewichtig oder fettleibig, gesundheitliche Folgeprobleme inklusive. Das will die britische Regierung nun ändern. Laut einem Beitrag der Welt müssen „Pizza, Burger und Chips künftig in kleineren Portionen verkauft oder kalorienärmer werden. Das haben die Gesundheitsbehörden des Landes verfügt. Bis 2024 muss der Kaloriengehalt von 13 Produktgruppen um 20 Prozent sinken. Unternehmen, die das Ziel verfehlen, sollen bekannt gemacht werden. Später könnten schärfere Gesetzgebung oder Abgaben drohen“.

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E-Zigaretten und Shisha schädlich, schick oder doch nicht?

„E-Zigarette“ klingt mechanisch, fortschrittlich und harmlos, wie E-Bike oder IPhone. Ist es aber beileibe nicht, sagt die Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin und warnt: E-Zigaretten und neuere Tabakverdampfer stellen eine ernst zu nehmende Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. „Denn zum einen können sie der Einstieg in eine lebenslange Nikotin-Abhängigkeit sein.“ Bei der Nikotin-Entwöhnung scheinen sie nicht wirklich zu helfen. „Zum anderen ist noch unklar, ob der Konsum langfristig die Entwicklung von Tumoren und chronischen Erkrankungen der Atemwege fördert.“

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Lärm ist schlecht fürs Lernen

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) rief zum „Tag gegen Lärm“ am 25. April 2018 auf. Darüber berichtet bildungsklick. Der Blick ist dabei auf Schulen gerichtet: „In Klassenzimmern liegt der Lärmpegel teilweise sogar über 80 Dezibel – das ist so laut wie ein angeschalteter Staubsauger oder eine Straße mit hohem Verkehrsaufkommen.“ Bebildert wird der Artikel mit einem Gerät zur Messung der Lautstärke.

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