Schütteltrauma verhindern

Im Rahmen des bundesweiten „Bündnis gegen Schütteltrauma” klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums über die Gefahren des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf.

Das NZFH hat Flyer und Innenraumplakate entwickelt, die von Fachkräften kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestellt werden können.

Die beteiligten Verbände und Institutionen bitten darum, sich an den Präventionsmaßnahmen zu beteiligen und zum Beispiel den Aufklärungsflyer zum Schütteltrauma Eltern in der Beratung, Sprechstunde oder beim Hausbesuch zu überreichen.

Das Wissen über frühkindliche Schreiphasen, die als Hauptauslöser für das Schütteln von Säuglingen gelten, ist in der Bevölkerung gering. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), berichtet: „Zwei Drittel der Befragten ist nicht darüber informiert, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann. 18 Prozent der Befragten glauben sogar, dass Babys manchmal nur schreien, um zu ärgern. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern von Babys, die viel schreien, gut informiert sind und wissen, wo sie rechtzeitig Unterstützung finden können.“ Außerdem können Sie Eltern von Säuglingen, die viel schreien, auf die bundesweiten Beratungsstellen auf www.elternsein.info verweisen.

Der Flyer (Bestellnummer 16000535) und das DIN-A2-Plakat (Bestellnummer 16000536) können bei der BZgA per E-Mail: order@bzga.de  oder Fax 0221-8992-257 angefordert werden.

Ein Info-Blatt mit ausgewählten Ergebnissen und Hintergrundinformationen zum Schütteltrauma finden Sie hier:
www.fruehehilfen.de/presse-buendnis-gegen-schuetteltrauma oder
www.bzga.de/presse/daten-und-fakten/nationales-zentrum-fruehe-hilfen

Das Plakat gibt es auch zum Herunterladen unter:
www.bzga.de/presse/pressemotive/nationales-zentrum-fruehe-hilfen

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Computerspielen schrumpft das Gehirn

Das ergibt eine Arbeit aus dem Institut für Pädagogische Psychologie der Universität Ulm, veröffentlicht bei Addiction Biology und im Abstract übersetzt bei univadis. Nicht alle Anteile des Gehirns schrumpfen, aber eine Region, die im Stirnhirn über der Augenhöhle liegt und als orbitofrontaler Kortex bezeichnet wird. Zumindest bei 119 Erwachsenen konnte das gemessen werden, die teils passionierte Online-Spieler waren und teils Spiel-Neulinge. Sie und Erwachsene einer Kontrollgruppe mussten bereit sein, sich in einen Magnetresonanztomografen zu legen und täglich eine Stunde lang das Spiel „World of Warcraft“ zu spielen.

Der betroffene Gehirnbereich ist für die Kontrolle von Emotionen verantwortlich. Der orbitofrontalen Kortex scheint eine wichtige Rolle beim Korrigieren der Bewertung emotionaler Stimuli zu spielen. Wie wird das erst bei Kindern sein?

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