Wie kommt der Russ ins Baby?

Feinstaub

Feinstaub und Rußpartikel aus der Luftverschmutzung können das Risiko für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden und Krebs erhöhen. Dass sie bereits  über den Kreislauf der Mutter und die Placenta bis zum ungeborenen Kind gelangen können, belegen Forschungsergebnisse aus Belgien (Hannelore Bové und Mitarb. in Nature Communications, zit. in wissenschaft.de). Möglicherweise ist das die Ursache für Beeinträchtigungen der ungeborenen Kinder im Mutterleib. Jedenfalls werden sie oft zu früh oder mit einem geringen Geburtsgewicht geboren und leiden später häufiger an Atemwegsproblemen.

Je stärker die Luftverschmutzung am Wohnort der Mutter war, desto höher war dabei die Menge der Kohlenstoffteilchen in der Plazenta. So zeigte der Vergleich von jeweils zehn Proben aus sehr stark und sehr gering mit Ruß belasteten Gebieten eine hohe Korrelation mit der Anreicherung von Luftschadstoffen in den Plazenten. „Sie legen eine direkte Belastung des Kindes mit diesen Partikeln in der empfindlichsten Phase seines Lebens nahe“, konstatiert Bovés Team.

Immer mehr Schüler haben Förderbedarf

Förderbedarf

In Wuppertal brauchen immer mehr Schüler In zwei Jahren stieg die Zahl der Anträge von 347 auf 646. Dem erhöhten Bedarf steht ein erheblicher Mangel an Sonderpädagogen gegenüber, berichtet die Westdeutsche Zeitung. Nur die Hälfte der ausstehenden Stellen im Sonderschulbereich konnte besetzt werden. Kann damit der Anstieg der Förderanträge erklärt werden? Eine Zunahme der Kinder mit Förderbedarf wird mehr oder weniger aus allen Teilen der Republik berichtet. Erreicht der Inklusionswille jetzt das trotzige Gegenteil oder sind die Kinder, wenn man davon ausgeht, dass die Zahl der Kinder mit Behinderungen gleich bleibt, zunehmend verhaltensauffällig? Oder ist die Schließung mancher Förderschulen die Ursache?

Ein Beitrag aus England zeigt vielleicht, dass das Problem nicht nur auf Deutschland begrenzt ist: „Children with special education needs ‚more likely to be permanently excluded'“ titelt ITV News. SEND Kinder („special education needs and disabilities“) werden laut National Audit Office (NAO) report innerhalb der letzten fünf Schuljahre mit einer Steigerung von jeweils 45% vom Unterricht (permanent oder befristet) ausgeschlossen (In 2017/18, children with SEND accounted for 44.9% of permanent exclusions and 43.4% of fixed-period exclusions. Evidence also suggests that pupils with SEND are more likely to experience off-rolling – where schools encourage parents to remove a child primarily for the school’s benefit – than other pupils. The report found that, while some children with special educational needs and disabilities are receiving high-quality support, many others are not getting the help they should. According to the NAO, local authorities are coming under „growing financial pressure“ as the demand for supporting school pupils with the greatest needs rises.). Im gleichen Zeitraum wurden die Finanzmittel um 2,6% gekürzt.

Bildung in China

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Franka Lu erklärt das chinesische Bildungssystem in ZEIT Online

Neues vom Mutterhormon

Oxytocin wird auch als das „Mutterhormon“ bezeichnet: Dieser Botenstoff im Gehirn löst bei Geburt die Wehen aus und stimuliert die Brustdrüsen zur Abgabe von Milch. Er ist auch entscheidend daran beteiligt, dass nach der Geburt eine tiefe emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht. Ein Mangel dieses Transmitters gilt als möglicher Risikofaktore für Wochenbettdepressionen. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung des Oxytocins für das weibliche Geschlecht vermuten Forscher schon länger, dass sich das Oxytocin-System im Gehirn von Frauen und Männern unterscheidet. Über neue Erkenntnisse berichtet wissenschaft.de.

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In der Pause wiederholt das Gehirn

Was macht unser Denkapparat beim Ausruhen? Neu ist nun: Das Gehirn spielt Aktivitätsmuster vorhergehender Erfahrungen und Entscheidungen im Zeitraffer erneut ab – genau in der Reihenfolge, in der wir sie erlebt haben. Neue Forschungs-Ergebnisse legen nahe, dass das erneute Abspielen eine wichtige Rolle für Gedächtnisfunktionen und zukünftige Entscheidungen spielt.

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Traumafolgen über Generationen hinweg

Menschen, die ein schweres Trauma durchlebt haben, leiden oft viele Jahre, teilweise lebenslang, unter den psychischen Folgen. Auch ihre Bindungsfähigkeit und der eigene Erziehungsstil können davon beeinflusst sein. Sogar die nachfolgende Generation könne betroffen sein, sagt Dr. Rahel Bachem, Klinische Psychologin, die in einem Fachzeitschriften-Beitrag das Phänomen der so genannten Trauma-Transmission näher beschreibt.

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Krankheiten riechen und schnüffeln

Bewusst ein doppeldeutiger Titel, denn zwei Dinge gibt es neu von der Nase: Erstens: Wenn man nicht mehr gut riecht, kann das eine Krankheit ankündigen. Und zweitens: Wenn man/Hund besonders gut schnüffelt, kann er Krankheiten womöglich erriechen.

Zum ersten Fall gibt es einen Artikel bei wissenschaft.de, der fragt, ob Hausärzte künftig einen Geruchstest machen sollten, da nachlassende Riechleistungen ein HInweis für degenerative Erkrankungen sein können, z.B. Alzheimer oder Parkinson.

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Masernhäufigkeit weltweit: Anstieg um 300%

Noch vor 30 Jahren schienen Masern dank der weltweiten Impfkampagnen kurz vor der Ausrottung. Jetzt steigt die Erkrankungszahl laut WHO rapide an (Bericht bei univadis). Grund dafür sind Armut und Kriege in der dritten Welt, teils auch religiös bedingte Ablehnung von Impfungen, und das Misstrauen gegenüber Impfungen in Europa und den USA, „weil die Krankheit sich unter ungeimpften Personen schnell ausbreitete“. Um die Erkrankungskette zu unterbrechen, ist eine Impfhäufigkeit von ca. 95% notwendig. Siehe meinen Beitrag vom 13. März: Die Bereitschaft, Kinder zu impfen: eine Vertrauensfrage? Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) sprach sich für eine Impfpflicht in Deutschland aus, doch die Ministerpräsidenten der Länder sind skeptisch.

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Traubenzucker macht fit

Kennt ihr das? Meine Mutter hatte immer Traubenzucker-Bonbons (damals „Dextro-Energen“) in der Tasche, gegen Müdigkeit, z.B. beim Autofahren. In den vergangenen Jahren wurde immer häufiger daran gezweifelt, dass Zucker fit macht. Hier kommt der nächste Baustein für Zweifler: Sugar rush or sugar crash, ein Review in Neuroscience.

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Die Bereitschaft, Kinder zu impfen: eine Vertrauensfrage?

Infektionskrankheiten wie z.B. Masern könnten schon längst der Vergangenheit angehören, wenn mehr als 95% der Bevölkerung geimpft wären. Die Impfpflicht, wie es sie z.B. in der DDR gab, ist jedoch in vielen Ländern Europas abgeschafft worden. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Masernfälle in Europa im das Dreifache angestiegen ist. Spitzenreiter in Europa ist mit großem „Vorsprung“ die Ukraine. Fehlende Impfungen sind z.T. durch die Kriegs- und Armutssituation bedingt. Aber auch in Deutschland (2017: 929, 2018: 543 Fälle), Frankreich (2018: 2913 Fälle), Italien (2018: 2517 Fälle) und England (2018: 953 Fälle) melden bedenklich hohe Fallzahlen. Europaweit wurden 2018 72 Todesfälle durch Masern gezählt, verglichen mit  42 im Jahr 2017. Nicht meldepflichtig sind die Fälle von Kindern mit chronischer Hirnentzündung durch Masern, die nicht heilbar ist.

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